Landesliga 2017/2018

Anfang November ist unsere Mannschaft in die Luftgewehr Landesliga 2017/2018 gestartet. Inzwischen wurden bereits drei Wettkampftage und somit sechs Runden absolviert. Leider konnte unsere Mannschaft bisher noch kein einziges Mal in der absoluten Topbesetzung antreten.
Runde 1
Dass Katharina am ersten Wettkampftag berufsbedingt fehlen wird, war schon im Vorfeld bekannt. Wenige Tage vor dem Wettkampf wurde dann auch noch Marie-Theres kurzfristig zu einem ÖSB-Kadertraining abberufen. Dadurch mussten in den beiden ersten Wettkämpfen unsere Senioren Norbert und Hans-Hermann einspringen.
In Runde 1 traf unsere Auswahl sozusagen zum aufwärmen auf die Mannschaft aus Bruckhäusl. Unter normalen Umständen eine klare Sache für unsere Schützen, unter den gegebenen Umständen trotzdem eine Herausforderung. So befand sich Franziska plötzlich auf der für sie doch ungewohnten Position 1, was dazu führte, dass sie sich noch mehr als sonst selber unter Druck setzte. Umso beeindruckender, dass sie ihren Wettkampf mit ausgezeichneten 389:386 Ringen für sich entscheiden konnte. Mit ebenfalls tollen 389 Ringen konnte auch Johannes auf Position 2 mit zwei Ringen Vorsprung die nächsten Punkte für Roppen einfahren.
Arabella war es bisher eigentlich gewohnt, auf Position 4 zu schießen. Unklar war daher, wie sie sich eine Position weiter vorne zurecht finden würde. Aber auch sie gab sich in dieser Runde keine Blöße und gewann ihr Duell mit 380:377 Ringen für sich. Blieb somit nur mehr Position 4 übrig. Da kam Hans-Hermann nach langer Zeit wieder einmal in der Landesliga zum Einsatz. In der Runde bekam er seine Nervosität recht gut in den Griff. Hilfreich war dabei sicherlich, dass sein Gegner einen schwarzen Tag erwischte. Am Ende ging auch diese Begegnung mit 377:365 Ringen eindeutig an Roppen.
Mit 10:0 Punkten war der Einstand somit voll gelungen. Allerdings war klar, dass am selben Tag in Runde 2 ein ganz anderer Kaliber auf unserer Mannschaft wartete.
Runde 2
Bei diesem Kaliber handelte es sich um die junge Truppe aus Münster. Auf Position 1 konnte Franziska ihr Ergebnis aus dem ersten Durchgang wiederholen. Allerdings waren 389 Ringe gegen Thomas Kostenzer (396 Ringe) eindeutig zu wenig. Auch auf Position 2 reichten 381 Ringe von Johannes nicht ansatzweise aus. Mit 394 Ringen ging auch dieses Duell ganz klar an Münster. Und auch auf Position 3 musste sich Arabella mit 374:391 Ringe klar geschlagen geben. Blieb als kleine Hoffnung die Begegnung von Norbert gegen den noch recht unerfahrenen Alexander Kostenzer. Der allerdings erwischte eine Traumserie und erzielte 381 Ringe, während Norbert mit 370 Ringen klar unter seinen Möglichkeiten blieb.
Somit folgte auf das tolle Auftaktergebnis die kalte Dusche: eine ganz klare 0:10 Niederlage gegen die zugegeben favorisierten Schützen aus Münster. Am Ende des ersten Wettkampftages fand sich unsere Mannschaft auf Zwischenrang 5 wieder.
Runde 3
Fehlten am ersten Wettkampftag die Schwestern Auer, mussten wir in den nächsten beiden Runden die Geschwister Stefani ersetzen. Und dieser Wettkampftag hatte es in sich. Warteten doch mit Hötting ein Mitfavorit und mit Söll der absolute Topfavorit auf unser Team.
Gegen Hötting machten auf den Positionen eins und zwei unserer Schützinnen mit ihren Gegnern kurzen Prozess. Mit 396:383 Ringen nahm Katharina ihrem Gegner nicht weniger als 13 Ringe ab. Obwohl sie ein für ihre Verhältnisse eher schwaches Ergebnis erzielte, war auch Marie-Theres nicht eine Sekunde in Gefahr, ihre Partie zu verlieren. Am Ende viel das Ergebnis mit 390:381 mehr als nur eindeutig.
Anders verliefen die Begegnungen auf den hinteren Startplätzen. Hans-Hermann auf Position 3 bekam diesmal seine Nervosität nicht wirklich in den Griff und verlor mit 371:377 Ringen klar. Noch schlimmer erwischte es Norbert auf 4: mit 365 Ringen konnte er seine Gegnerin (381 Ringe) keine Sekunde gefährden.
So ungleich die einzelnen Paarungen verliefen, so ausgeglichen waren die Mannschaftsergebnisse: 1522:1522 bedeutete eine Punkteteilung bei den Mannschaftspunkten. Somit endete diese Begegnung ausgeglichen mit 5:5 Punkten.
Runde 4
In der Begegnung mit den Söller Sportschützen, welche in ihrer stärksten Besetzung antreten konnten, war klar, dass unsere Mannschaft auf den beiden hinteren Startplätzen wohl keine Punkte holen wird. Die Frage würde sein, wie die Duelle auf den ersten beiden Positionen ausgehen werden. Da war alles offen.
Auf Position 1 bekam es Katharina mit Georg Zott zu tun. Ihre Taktik war es, schnell zu schießen und damit ihren Gegner möglichst unter Druck zu setzen. Lange Zeit sah es auch so aus, als ob diese Taktik aufgehen könnte. Georg war zwar nach 30 Schuss noch einen Ring vor Katharina, man merkte aber, dass er zunehmend mehr Druck bekam. Leider passierte Katharina dann im vorletzten Schuss eine 9,5, was dazu führte, dass Georg plötzlich zwei Ringe Vorsprung hatte. Einen davon gab er zwar noch ab, letztendlich konnte er aber die Begegnung mit 394:395 knapp aber doch für sich entscheiden.
Eine ähnliche Taktik fuhr auch Marie-Theres gegen Sonja Embacher. Im Gegensatz zu ihrer Schwester ging diese Taktik bei Marie-Theres auf. Nach 30 Schuss schienen bei ihr drei Neunerwertungen auf, bei Sonja erst zwei. Eine schnell geschossene 100-er Serie brachte ihre Gegnerin aber dermaßen unter Druck, dass sie „nur“ mit 98 ausschießen konnte. Damit ging diese Paarung auf höchstem Niveau mit 397:396 Ringen an Roppen.
Erwartungsgemäß war in den restlichen Begegnungen nichts zu holen. Hans-Hermann musste sich mit 365:391 mehr als nur eindeutig geschlagen geben und auch Norbert erging es mit 366:387 nicht viel besser. Natürlich gingen auch die Mannschaftspunkte ganz klar an Söll.
Nach dem zweiten Wettkampftag konnte unsere Mannschaft trotz zweier Top-Gegner Rang 5 in der Zwischenwertung halten.
Runde 5
Am dritten Wettkampftag wartete mit Thaur das nächste ganz große Kaliber auf unsere Mannschaft. Hatte sich Thaur in der aktuellen Saison doch mit dem italienischen Kaderschützen Simon Weithaler verstärkt. Erwartungsgemäß entwickelte sich die Partie auf Position 1 wieder zu einer Nervenschlacht. Katharina hatte wieder schnell vorgelegt und ihren Gegner ordentlich unter Druck gesetzt. Aber wie schon gegen Söll schlich sich in den letzten Schüssen ein kleiner Konzentrationsfehler ein und der drittletzte Schuss landetet wieder in der 9. Für Simon bedeutete das, dass er seinen Wettkampt mit zwei 100-er Serien ausschießen musste, um die Punkte nach Thaur zu holen. Leider (aus Sicht unserer Mannschaft) gelang ihm das dann auch und er konnte die Begegnung mit 395:396 Ringen denkbar knapp gewinnen.
Die Begegnung auf Position war mit 396:387 Ringen einen ganz klare Angelegenheit für Marie-Theres. Genauso klar, aber leider unter anderen Vorzeichen, verlief die Begegnung auf Position 3: Franziska konnte ihrem Gegner mit 380:392 Ringen in keiner Phase gefährlich werden.
Ein tolles Erfolgserlebnis hatte dafür Arabella auf Position 4. Mit ausgezeichneten 381 Ringen holte sie weitere zwei Punkte für Roppen. Was eigentlich in der Landesliga äußerst selten auftritt, schaffte unsere Mannschaft auch gegen Thaur: 1552:1552 bedeutete Gleichstand und somit eine Punkteteilung.
Runde 6
In Runde 6 war das Bezirksduell gegen Mieming angesagt. Im letzten Jahr war diese Partie mit 2:8 für Mieming alles andere als erfreulich für unsere Mannschaft ausgegangen. Also war Revanche angesagt.
Auf Position eins zeigten sich dann bei Katharina leichte Ermüdungserscheinungen, war sie doch nach einem Nachtdienst direkt aus München zur Landesliga nach Innsbruck angereist. Nach einem starken Wettkampfstart schlichen sich bei ihr ungewohnt viele Konzentrationsfehler ein. Somit standen nach 30 Schuss – für ihre Verhältnisse ungewohnt – schon 7 Neuner zu Buche. Mit einem Kraftakt in der letzten Serie schaffte sie dann doch noch einen 100-er. Das setzte den extrem langsam schießenden Hannes Patka von Mieming zwar extrem unter Druck, mit 96 Ringen in Serie vier konnte er aber trotzdem die ersten Punkte für Mieming holen (393:394 Ringe).
Auf den Positionen 2 und 3 ließen Marie-Theres (395:385) und Franziska (380:369) nichts anbrennen und deklassierten ihre Gegnerinnen ganz klar. Blieb auf Position 4 noch die Begegnung von Arabella gegen unsern BOSCHM Christof Melmer. Und wieder zeigte Arabella eine sehr starke Leistung. Mit 378 Ringen konnte sie weitere zwei Punkte für Roppen holen, wobei sie auch von einem „Fisch“ (Nuller-Wertung) von Christof profitierte. Damit war auch klar, dass die Mannschaftspunkte eindeutig an Roppen gingen. Mit 8:2 konnte das Vorjahresergebnis somit umgedreht werden.
Dank starker Leistungen am dritten Wettkampftag konnte sich unsere Mannschaft in der Zwischenwertung auf Rang 4 vorschieben. Auf einen Podestplatz fehlen allerdings schon 9 Punkte. Somit muss das Ziel für die verbleibenden drei Runden wohl lauten, Position 4 zu festigen. Immerhin lauern die Verfolger mit lediglich 3 bzw. 5 Punkten Abstand schon auf ihre Chance.